Kalium

Kalium ist an der Regulierung des osmotischen Drucks innerhalb der Zelle in der intrazellulären Flüssigkeit maßgebend beteiligt. Es wird für das Säure-Basen-Gleichgewicht, neuromuskuläre Reizbarkeit und Muskelkontraktion benötigt. Bei der Regulation der Zellproteine und für die Aktivität einiger Enzyme (Oxidasen, Pyruvatkinase, glykolytische Enzyme) spielt Kalium eine Rolle. Kalium ist Bestandteil der Verdauungssäfte des Magen-Darm-Traktes, es wird rasch absorbiert. Seine Ausscheidung erfolgt über die Niere und ist gesteigert bei erhöhter Natriumzufuhr.
Der Bedarf an Kalium liegt bei 1g/Tag. Die wünschenswerte Zufuhr für Erwachsene, Schwangere und Stillende beträgt 3 bis 4g/Tag (=77-104 mmol/Tag). Kaliummangel äußert sich in Herz-Muskel-Schäden bis hin zur Nekrose, ferner in Muskelerschlaffung, Blutdrucksenkung, Appetitlosigkeit, Pulsirregularitäten und Auftreiben des Abdomes. Anhaltene übermäßige Aufnahme von Kalium wird in Verbindung gebracht mit Schwäche- und Schweregefühl der Muskeln, Herzarrhythmien, Kreislaufkollaps und Herzstillstand.

Besonders reiche Kaliumquellen:
Als besonders kaliumreich wurden solche Lebensmittel bezeichnet, durch die mit einer üblichen Portion mindestens 15% der von der DGE empfohlenen Kaliumzufuhr erreicht werden. Die DGE (1985) empfiehlt pro Tag für weibliche und männliche Erwachsene 3,5g Kalium.

Durch Kochen entstehen außerdem folgende Verluste an Kalium:
Blumenkohl 32, Broccoli 30, Erbsen roh 46, Erbsen gefroren 26, Erbsen getrocknet 20, Kohlrüben 19, Lauch 0, Pastinake 11, Pilze 71, Zwiebeln 0, Zuckermais 7g je 100g TS. Durch Braten entsteht bei Zwiebeln ein Kaliumverlust von 76g je 100g TS.

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