Johanniskraut

Hypericum perforatum, Herrgottsblut, Teufelsfluchtkraut, Bockskraut, Mannskraft, Mariabettstroh, Elfenblut


Einleitung:
Wer hat sie nicht, die klasssische Winterdepression? Winterdepression hauptsächlich was mit einem Mangel an Sonnenlicht zu tun.

Hier springt das Johanniskraut ein.
Es ist das wichtigste Mittsommerkraut und sammelt in der Zeit des Hochsommers massenhaft Sonnenlicht, um es in seinem roten Farbstoff zu speichern. Dieser rote Farbstoff gibt uns in der dunklen Jahreszeit das Licht der Sommersonnne zurück. Dafür hat es das Licht gespeichert.

Brauchen sie ein Zauberkraut? Wollen sie sich vor Hexen und Geistern schützen?

Dann verrät die alte Volksheilkunde ihnen folgendes Geheimnis: Gehen sie in der Nacht der Sommersonnenwende hinaus und sammeln sie Johanniskraut.

Einer Legende zufolge entstand die Pflanze aus dem Blut Johannes des Täufers.

Diese geheimnisvolle Vorstellung gründet möglicherweise in folgendem Phänomen: Wenn man die sonnengelben Blüten des Johanniskrauts zwischen seinen Fingerkuppen zerreibt, tritt ein Saft aus, der die Haut blutrot anfärbt. Kein Wunder, dass damals in den alten Tagen eine Elfe oder Mutter Maria ihre Finger im Spiel haben musste...

Steckbrief: Wirkung
Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend. Botenstoffe im Gehirnstoffwechsel werden nachweislich beeinflusst und die innere \"Aufnahme oder Ausnutzung des Sonnenlichtes \" erhöht (Deswegen ein Mittel bei Winterdepressionen). Ergänzend wirkt es antidepressiv und angstlösend.

Das ätherische Öl im Johanniskraut wirkt antibakteriell und antiviral. Der Gerbstoff hat adstringierende Wirkung, d.h. mikroskopisch kleine Oberflächen des Körpergewebes werden verdichtet, dort finden Entzündungserreger dann weniger Angriffsfläche und Wunden heilen schneller.

Neuere Ergebnisse deuten auf regulierende Wirkungen dieser Pflanze auf das Abwehrsystem des Menschen hin.

Achtung!
Johanniskraut macht empfindlich gegen Sonneneinstrahlung. Nicht vor Sonnenbädern einnehmen oder einreiben.

Die Wirkung mancher Medikamente, vor allem immunsuppressive Medikamente wird durch Johanniskraut abgeschwächt

Tipp: Inhaltstoffe
Hypericin, ein roter Farbstoff Flavonoide, Gerbstoffe, ätherisches Öl

Info: Heilwirkung

  • Depressionen
  • Verdauungssystem
  • Wunden
  • Verbrennungen

Inhaltsstoffe:

Bemerkungen: Getrocknetes Johanniskraut gibt es in der Apotheke zu kaufen. Man kann es gut als Tee aufbrühen und trinken.
Am besten eine Kanne pro Tag - darf auch gern gesüßt sein.

Für eine Tinktur setzt man frisches Johanniskraut in hochprozentigen Alkohol (mind. 70%) an.

Johanniskrautöl wird ebenfalls mit frisch gepflückten Blüten entweder in Olivenöl oder einem anderen kaltgepressten Nussöl aus Erster Pressung angesetzt. Man stellt den geschlossenen Glasbehälter einige Wochen in die Sonne dann siebt man das Öl ab bewahrt es an einem kühlen Ort möglichst in einer dunklen Flasche auf.

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